Der Kölner Notruf für vergewaltigte Frauen – Frauen gegen Gewalt e.V. wurde bereits 1978 auf Initiative einer Rechtsanwältin gegründet. Aktivistinnen des Frauenzentrums und des Frauenbuchladens unterstützten sie dabei und schnell fand sich eine Gruppe von Frauen zusammen, die sich in dem Projekt engagierten. 2017 ist der Notruf 39 Jahre alt und damit der dienstälteste bundesdeutsche Frauennotruf sowie eines der ältesten autonomen Kölner Frauenprojekte.

 

Beim Kölner Notruf engagieren sich aktiv derzeit 14 Frauen im Alter von 24 bis 59 Jahren. Es sind unterschiedliche Berufsgruppen und Erfahrungsbereiche vertreten. Die Mitarbeiterinnen leisten die Arbeit unbezahlt in ihrer Freizeit. Allen gemeinsam sind eine feministische Grundhaltung und das Bedürfnis, sich in Köln frauenpolitisch einzubringen.
Jede Frau engagiert sich in dem Bereich, in den sie Zeit und Energie investieren kann und möchte – und auch in dem zeitlichen Umfang, der zu ihrer Lebensplanung passt. Unsere Schwerpunkte liegen bei Beratung, Rechtsberatung bzw. Prozessvorbereitung/-begleitung, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung.

 

Ehrenamtspreis für Notruf
Verleihung des Ehrenamtspreises

Im Jahr 2002 wurde die langjährige Arbeit mit dem Kölner Beginenpreis ausgezeichnet – in der Laudatio wurden v.a. die „neuen kreativen Wege, die Sie mit Ihrer kooperativen Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Männergewalt gegen Frauen und Mädchen gefunden haben“ hervorgehoben. Im Dezember 2006 bekam eine langjährige Mitarbeiterin – stellvertretend für alle engagierten Frauen – in Düsseldorf den Ehrenamtspreis „NRW Engagiert“ des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen. Im September 2008 bekam der Notruf den Ehrenamtspreis der Stadt Köln und im März 2009 wurde eine Mitarbeiterin von der Johanna-Loewenherz-Stiftung ausgezeichnet.

 

Stand: Januar 2017