Sexualisierte Gewalt gehört noch immer zur alltäglichen Lebensrealität von Mädchen und Frauen, unabhängig von Alter, sozialer Schicht und Aussehen. Vergewaltigung ist der extremste Ausdruck männlicher Machtdemonstration gegenüber Frauen. Bei Vergewaltigung handelt es sich nicht um ein „Sexualdelikt“, sondern um einen Gewaltakt, bei dem Sexualität als Mittel zum Zweck der Erniedrigung und Demütigung der Frau sowie zur Machterhaltung eingesetzt wird. Sie ist in ihren verschiedenen Erscheinungsformen Ausdruck struktureller Gewalt von Männern gegenüber Frauen.

 

Sexualisierte Gewalt gegen Frauen kann sein:

  • Anstarren
  • Hinterherpfeifen
  • Anzügliche Witze
  • ‚Zufällige‘ Berührungen
  • Eindeutige Einladungen
  • Po-Kneifen und Brust-Grapschen
  • Aufgedrängte Küsse
  • Der sanfte Druck in der Freundschaft, dem die Frau nachgibt, um den ‚Freund‘ nicht zu verlieren
  • Telefonische Belästigung
  • Stalking
  • Herabsetzung und Demütigung in den Medien (z.B. Werbung, Pornographie)
  • Sexualisierte Erpressung
  • Missbrauch und Grenzüberschreitungen in der Therapie
  • Gewalt und Bedrohung in Ehe, Lebensgemeinschaft und Familie
  • Schläge, Prügel
  • Finanzielle Kontrolle
  • Berufliche Benachteiligung aufgrund des Geschlechts
  • Beschneidung sozialer Kontakte
  • Erzwingen von sexualisierten Handlungen
  • Vergewaltigung

Maßgebend für die Beurteilung des Geschehenen ist nur das individuelle Erleben einer Frau.