Fachaustausch Komplextraumata/DIS

Immer mehr Berufsgruppen haben mit Menschen zu tun, die aufgrund massiver Gewalterfahrungen komplex traumatisiert sind. Viele von ihnen mussten dissoziieren, um die oft lebensbedrohlichen Situationen zu überleben, oder wurden von den Täter*innen/ Tätergruppen gezielt aufgespalten. Oft sind die Helfer*innen das erste Mal mit solchen Formen Dissoziativer Identitäten (DIS – auch bekannt als MPS/Multiple Persönlichkeitsstörung) konfrontiert und finden innerhalb ihrer eigenen Zusammenhänge wenig Unterstützung.

Um Fachleuten unterschiedlicher Professionen die Möglichkeit zur Information und zum Austausch über diese Thematik zu geben, gibt es bei uns 4 Mal im Jahr diese offene Gruppe. Der Abend beginnt meistens mit einem kurzen Einstiegsreferat, einem Film o.ä.; im Anschluss gibt es die Möglichkeit zu Austausch und Fallbesprechungen (anonymisiert).

Weiterer Termin in 2018

  • 29. November – da es einige neue Interessierte gibt, machen wir an diesem Abend nochmal eine Einführung ins Thema Komplextrauma/DIS – Ursachen, Formen, Auswirkungen, Perspektiven.
    Außerdem: kurzer Bericht von der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Trauma und Dissoziation im September. Schwerpunkt: „Aus vielen Ichs ein Selbst? Trauma, Dissoziation und Identität.“

Jeweils von 18-20 Uhr. Die Schwerpunktthemen des jeweiligen Abends werden vorab an dieser Stelle bekannt gegeben.

Ort: Herwarthstr. 10, 50672 Köln (Stadtgarten-Viertel)

Kosten: 15-20 € (Teilnahmebescheinigungen werden ausgestellt)

Anmeldung erforderlich (0221/562035 oder mailbox@notruf-koeln.de). Wenn 3 Tage vorher weniger als 5 Anmeldungen vorliegen, muss der Termin entfallen.